Was steckt in Pralinen?

Pralinen – das steckt in ihnen (Definition, Arten von Pralinen)

Laut Definition muss eine Praline einen Schokoladenanteil von mindestens 35 Prozent besitzen. Des Weiteren muss sie mundgerecht sein, denn größere Süßspeisen in dieser Form werden als Konfekt bezeichnet. Pralinen stellen die kunstvollste und hochwertigste Verwendung von Schokolade dar. Trotz der Industrialisierung bleibt der Verzehr von hochwertigen Pralinen etwas Besonderes.

Die Herstellungsverfahren der Pralinen

In der Regel werden Pralinen auf zwei Arten hergestellt. Das traditionelle Verfahren besteht aus dem Eintauchen von Nüssen oder kandierten Früchten in Karamellsirup oder geformten Marzipanstücken in flüssige Schokolade. Im Jahr 1912 entwickelt Jean Neuhaus das Verfahren zur Herstellung von Pralinen mit Metallförmchen. Die Metallförmchen werden mit flüssiger Schokolade ausgegossen und mit Nüssen, Trockenfrüchten oder Likör befüllt. Verschlossen wurde die Praline mit einem Schokoladenplättchen. Nachdem die Pralinen in der Form erkaltet waren, konnten sie herausgestürzt werden. In der späteren Zeit wurden Maschinen entwickelt, die kleine Schokoladenriegel mit diesem Verfahren befüllt haben. Das Verfahren machte den Weg für die Industrialisierung der Pralinenherstellung frei. Billige Zutaten wie preiswerte Pflanzenfette anstatt teurer Kakaobutter ermöglichten den geringen Preis der Pralinen. Heute versuchen häufig kleine Hersteller, in liebevoller Handarbeit der Praline mit hochwertigen Zutaten wie frischen Früchten oder Gewürzen einen höheren Wert zu verleihen.

Die Sorten der Pralinen

Zu den bekanntesten Sorten der Pralinen gehören die Trüffelpralinen, Mozartkugeln oder Meeresfrüchte. Jede Sorte hat ihren eigenen Namen, ein individuelles Aussehen und ist mit unterschiedlichen Köstlichkeiten gefüllt. Die Meeresfrüchte, die auch als Belgische Pralinen bekannt sind, werden in fünf verschiedenen Formen der Meeresfrüchte angeboten. Sie sind bei Genießern sehr beliebt und wurden von dem belgischen Pralinenhersteller Guylian kreiert. Je nach Belieben werden die Pralinen in ihren unterschiedlichen Sorten mit Nugat, Karamell, Likör oder Marzipan gefüllt. Regionale Sorten sind ebenfalls verfügbar. Bei den Baci di Perugia handelt es sich beispielsweise um Pralinen, die nur in der Stadt Perugia hergestellt werden. Die beliebtesten Pralinensorten sind:

  • Trüffel Pralinen
  • Krokant Pralinen
  • Marzipan Pralinen
  • Weinbrandbohnen
  • Hallorenkugeln
  • Mozartkugeln
  • Meeresfrüchte (Belgische Pralinen)

Zutaten zur Pralinenherstellung

Die Vielfalt der Zutaten zur Herstellung von Pralinen ist nahezu grenzenlos. In einer Praline kann jede Zutat verwendet werden, die dem jeweiligen Geschmack entspricht. Häufig werden die Pralinen mit Sahne, Champagner oder Rum verfeinert. Ebenfalls verwendet werden, können Aromen wie Kaffee, Chili, Pistazien oder Kokosnussflocken. Am Ende wird der Masse ein gewisser Anteil Butter oder Glucose hinzugefügt, damit der Fettanteil erhalten bleibt und sich die Masse nicht mehr von der Innenwand der Hohlkugel trennt.